Britisch-spanische Verstimmung: Streit um Gibraltar flammt wieder auf

Felsen von Gibraltar: Diplomatische Verstimmungen zwischen Madrid und London

Wieder gibt es wegen eines Vorfalls vor Gibraltar Verstimmungen zwischen Madrid und London. Die Briten bestellten zum fünften Mal den spanischen Botschafter ein - Auslöser ist dieses Mal eine Konfrontation zwischen Schiffen.

London/Gibraltar - Der Streit um Gibraltar hat neue diplomatische Spannungen zwischen London und Madrid ausgelöst. Das spanische Außenministerium äußerte sich am Freitag beim britischen Botschafter Simon Manley verärgert über das Vorgehen der Briten. Zuvor hatte London den spanischen Botschafter Federico Trillo ins britische Außenministerium zitiert.

In dem jüngsten Zwist geht es darum, dass ein Patrouillen-Boot der spanischen Kriegsmarine in der Nähe des Hafens von Gibraltar zwei Handelsschiffe zum Abdrehen gezwungen hatte. Madrid beharrte darauf, dass die Schiffe sich in spanischen Hoheitsgewässern befunden hätten. Nach Londoner Darstellung ereigneten sich die Zwischenfälle in internationalen Gewässern.

Madrid war besonders verärgert darüber, dass sein Botschafter wegen Streitigkeiten um Gibraltar bereits zum fünften Mal ins Londoner Außenministerium zitierte wurde. "Die Einbestellung eines Botschafters ist ein sehr ernsthafter Vorgang. Darauf sollte nur in besonders schwerwiegenden Situationen zurückgegriffen werden", betonte das spanische Außenministerium.

Der im Süden der Iberischen Halbinsel gelegene Felsvorsprung von Gibraltar (30.000 Einwohner) gehört seit mehr als 300 Jahren zu Großbritannien, wird aber von Spanien beansprucht.

Im vergangenen Jahr hatten sich die Spannungen zwischen beiden Ländernverschärft, nachdem die Behörden in Gibraltar ein künstliches Riff errichteten. Spanische Fischer sahen ihre Fischgründe dadurch bedroht. Madrid reagierte mit einer Verschärfung der Grenzkontrollen, die lange Wartezeiten an den Übergängen verursachten


Jul 19, 2014

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